Montag, 1. April 2019

Test-Offensive 2018 – JANOME Memory Craft 6700P - 2. Bericht




+++ WERBEHINWEIS +++

Für den nachfolgenden Bericht wurde mir die Maschine vom Nähpark kostenlos für einen dreimonatigen Testzeitraum zur Verfügung gestellt. Der Bericht enthält somit Werbung für den Nähpark und für die Maschine bzw. den Hersteller. Der Inhalt des Berichts basiert aber ausschließlich auf meinen eigenen Erfahrungen während dieses Produkttests und gibt nur meine ganz persönliche Einschätzung und Meinung wieder.



2. Bericht - Möglichkeiten der Janome MC 6700P

Heute kommt nun der Abschlußbericht zu meinem Test der Janome Memory Craft 6700P.

Es ist eine wirklich unkomplizierte Maschine, die zuverlässig und gut näht. Damit ist das Wesentliche eigentlich schon gesagt.

In diesem 2. Bericht möchte ich daher einige der Möglichkeiten behandeln, die die Janome 6700P bietet.

Profinähfuß HP

Dieser Nähfuß gehört zusammen mit der HP-Stichplatte zum Standardzubehör. Er wird Profinähfuß genannt, da „sein Transport dem in der Industrie entspricht. In einer Breite von nur 11,75 mm arbeitet er genau auf 3 Transporteur Segmenten und garantiert dadurch ein sehr gutes Nähergebnis (Herstellerbeschreibung)“.

Ich kenne diesen Fuß von meiner ganz alten Singer Featherweight, und es ist einer meiner Lieblingsfüße. Man kann damit sehr akkurat und wendig nähen.

Profinähfuß und Stichplatte HP

Benutzt habe ich ihn u. a. zum Aufnähen eines Webbandes

knappkantiges Aufnähen eines Webbandes

und für die Randsicherung der aus Musterstücken entstandenen Topflappen

Randsicherung vor dem Aufnähen des Bindings

Reißverschlussfuß E

Dieser Fuss ist bei der Janome 6700P etwas speziell. Die Nadel kann, wie gewohnt, ganz links oder ganz rechts plaziert werden. Doch der Fuß hat auch noch ein äußerst praktisches Loch in der Mitte, so daß eine sehr vielseitige Anwendung mit ihm möglich ist.

Ich habe ihn hier zum Herstellen und Einnähen einer Paspel verwendet.

Paspel abnähen mit dem Reißverschlussfuß E

Paspel einnähen mit dem Reißverschlussfuß E

Fertiggestellte Paspel

 Automatischer Fadenabschneider und Nähanfang

Die Janome 6700P hat einen automatischen Fadenabschneider. Das bedeutet, daß der Unterfaden sehr knapp abgeschnitten wird.

Beginnt man von neuem zu nähen, entsteht bei vielen Maschinen dann unten etwas „Gewurschtel“.  Die Janome 6700P hat mich hier angenehm überrascht, weil es das bei einem Testversuch eben nicht gab.

Sauberer Nähanfang

Zierstiche

„Schnellnäher“ kannte ich bis jetzt eigentlich nur als Geradstichmaschinen. Die Janome 6700P bietet jedoch eine sehr gute Auswahl der geläufigsten Zierstiche und diese dazu noch mit einer Stichbreite bis maximal 9mm.

Stichreferenztabelle

Stichreferenztabelle - Buchstaben und Zahlen

Zusammen mit der passenden Stichplatte und wahlweise dem AcuFeed-Flex Obertransportfuß oder dem Satinstichfuß F bekommt man sehr schöne Nähergebnisse dieser Zierstiche.

Satinstichfuß F - AcuFeed-Flex Obertransportfuß - passende Stichplatte

Zum Standardzubehör der Janome 6700P gehört die oben abgebildete Stichreferenztabelle. Mittels einer praktischen Halterung kann man sie direkt an der Maschine befestigen und wahlweise beim Nähen über der Maschine plazieren bzw. im Ruhezustand nach unten schieben.

Stichreferenztabelle in der Halterung

Stichreferenztabelle in der Halterung nach unten geschoben
  
Einige Zierstiche habe ich testweise genäht und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

verschiedene Zierstiche zur Probe genäht

Praktisch verwendet habe ich den Zierstich 125 zur Gestaltung von Hochhausfenstern. Sie gehören zu einer Quilt-Serie mit dem Arbeitstitel „Hochhäuser“, an der ich derzeit noch arbeite.


Zierstich 125 für die Hochhausfenster

Nähen mit der Zwillingsnadel

Das Einfädeln ist einfach, und es ist auch gut verständlich im Handbuch beschrieben. Auch hier habe ich Proben genäht, mit dem Zierstich 071 und dem normalen Geradstich.

Zierstich 071 mit der Zwillingsnadel

Zierstich 071 und Geradstich mit der Zwillingsnadel

Die Janome 6700P hat alles auf Anhieb problemlos mit gutem Ergebnis genäht.

Fagottstich

Das ist eine der vielen verschiedenen Nähmöglichkeiten, die auch im Handbuch beschrieben werden. Beim Fagottstich geht es um spezielle Zierstiche, mit denen man zwei Stoffteile mit einem Durchbruch oder direkt aneinander sehr dekorativ zusammennähen kann.

Verwendet habe ich den Stich 064, das Prinzip funktioniert aber auch noch mit einigen anderen Zierstichen.

Nachfolgend das Nähergebnis einer Probe, noch mit auswaschbarem Vlies hinterlegt

Fagottstich 064  mit auswaschbarem Vlies

 … und hier ausgewaschen.

Fagottstich 064 zur  Verbindung zweier Stoffstücke mit Durchbruch
 Eine weitere Möglichkeit ist das direkte Verbinden der beiden Stoffteile ohne Zwischenraum.

Fagottstich 064  zur  direkten Verbindung zweier Stoffstücke

Es gibt noch viele weitere „Spezialitäten“ wie z. B. Rollsaum, Biesen, Blindsaum, Muschelsaum uvm. Leider hat die Zeit nicht ausgereicht, um noch mehr zu testen.

Knopflöcher

Die Janome 6700P bietet mit 9 verschiedenen Knopflöchern eine gute Auswahl an Möglichkeiten.
Es handelt sich überwiegend um programmierte Knopflöcher, sogenannte Sensor-Knopflöcher. Das bedeutet, man legt über den Automatic-Knopflochfuß R die gewünschte Länge fest, und die Maschine näht das gewählte Knopfloch danach automatisch.

Zusätzlich gibt es noch das Knopfloch 024, bei dem die verschiedenen Nähschritte manuell durch das jeweilige Betätigen der Rückwärtstaste aktiviert werden.

Einige der Knopflöcher habe ich ausprobiert und war mit dem ersten Ergebnis durchweg zufrieden.

Musterstück Knopflöcher

Stopfen

Diese Funktion probiere ich immer gerne aus. Ich verwende solche Stopffelder gerne als dekoratives Element z. B. auf Kissen. Aber auch gern getragene Pullover bekommen dadurch für Hundespaziergänge oft eine letzte Chance.

Bei den ersten Proben hat alles gut geklappt. Doch je öfter ich das Feld wiederholt habe, umso schräger wurde es. Das kann natürlich durchaus seinen Reiz haben, aber rechteckig wäre mir eigentlich lieber gewesen. Doch vielleicht habe ich einfach in den Einstellungen etwas übersehen.

Stopfen - erste Proben 

Stopfen - erste Proben

 Autovernähstich und automatisches Fadenabschneiden

Die Maschine bietet u. a. die Möglichkeit, am Anfang und am Ende eines Musters einen Vernähstich zusammen mit dem automatischen Fadenabschneiden zu programmieren.

Das ist sehr nützlich, wenn man zu dekorativen Zwecken nur einzelne Zierstiche individuell plazieren möchte.

Bei meinem Probetuch habe ich mit dem Stich 127 einige „Ostereier“ verteilt.

"Ostereier" mit dem Zierstich 127

 Nähen von dickem Material bzw. mehreren Lagen

Das ist natürlich eine der ganz wesentlichen Vorzüge der Janome 6700P. Die Maschine hat einen kraftvollen Motor, und das merkt man beim Nähen tatsächlich.

Ausprobiert habe ich es bei drei Taschen. Vernäht wurden dabei hauptsächlich Style-Vil, Baumwollstoff in verschiedenen Stärken und Korkleder.

 
2 Lagen Korkleder und 2 Lagen Style-Vil
"Dackeltasche" genäht und gequiltet mit der Janome 6700P
  
"Dackeltasche" genäht und gequiltet mit der Janome 6700P - Rückseite

Badetasche 1 genäht und gequiltet mit der Janome 6700P


Badetasche 1- genäht und gequiltet mit der Janome 6700P
Diese Tasche hatte ich bereits in meinem ersten Bericht gezeigt.

Badetasche 2 genäht und gequiltet mit der Janome 6700P
Badetasche 2 - genäht und gequiltet mit der Janome 6700P
Quilten

Über das erfolgreiche Quilten mit dem AcuFeed-Flex  Obertransportfuß hatte ich bereits in meinem 1. Bericht geschrieben.

Nachfolgend ist der AcuFeed-Flex Obertransportfuß nochmals im Einsatz auf einer Lage Style-Vil mit Stoff.

Quilten mit dem AcuFeed-Flex Obertransportfuß

Besonders gespannt war ich dann natürlich auf das Freihand-Quilten. Zum Standardzubehör der Janome 6700P gehört der umbaufähige Freihand-Quiltfuß mit drei auswechselbaren Sohlen.

Freihandquiltfuß mit drei auswechselbaren Sohlen

Diesen Quiltfuß kannte ich schon vorher und hatte ihn auch schon bei der Maschine eines anderen Herstellers „fremdquilten“ lassen. Es ist ein wirklich genialer Fuß, da man nicht nur die verschiedenen Aufsätze hat, sondern den Fuß auch in der Höhe verstellen kann.

Faden“malerei“ auf einem der Hochhaus-Quilts klappte genauso gut wie

Fadenmalerei mit dem Freihand-Quiltfuß

 das Freihand-Quilten für einen Farbmuster-Quilt,

Free Motion Quilting mit dem Freihand-Quiltfuß

 bei dem auch die Rückseite auf Anhieb sehr zufriedenstellend aussah.

Quiltrückseite

Zum Standardzubehör der Janome 6700P gehört ebenfalls ein  Anschiebetisch mit den Maßen von 60 x 40 cm. Er erleichtert das Quilten durch die große Auflagefläche sehr.

Standardzubehör - Anschiebetisch 

 Rulerwork

Für Rulerwork gibt es noch einen weiteren Fußaufsatz, dieser ist allerdings Sonderzubehör. Ich hatte ihn noch, da ich auch ihn bei der anderen Maschine benutzt hatte.

Sonderzubehör - Fußaufsatz Rulerwork

Nun habe ich den Rulerfuß natürlich auch „zuhause“ an der Janome 6700P arbeiten lassen.
Entstanden ist u. a. damit eine verkleinerte Ausgabe des „Globe“ von Zen Chic.

"Globe" gequiltet mit der Janome 6700P

Der „Globe“ wurde mit Rulerwork gequiltet. Im dunkelblauen Außenbereich findet man normales Free Motion Quilting.

Rulerwork - Detailaufnahme

 Abschließend kann ich nur sagen, Quilten mit der Janome 6700P, egal wie, macht einfach nur Spaß.

Schnellnäher

Die Janome 6700P gehört ja in die Nähmaschinen-Gruppe der Schnellnäher. Sie kann laut Hersteller bis zu 1200 Stichen pro Minute nähen.

Explizit getestet habe ich das Schnellnähen allerdings nicht. Ich brauche es persönlich eigentlich nicht und bei meinen Näharbeiten bevorzuge ich meistens ein mittleres Tempo. Doch man kann sich seine Wohlfühlgeschwindigkeit natürlich ganz individuell einstellen.

Für professionelles Vielnähen ist es jedoch sicher eine wesentliche Eigenschaft.

Zusammenfassung und Kaufempfehlung

Grundsätzlich kann ich nur wiederholen, was ich bereits in meinem ersten Testbericht geschrieben habe.

Die Maschine näht sehr gut und zuverlässig, egal, was ihr unter die Nadel kommt. Sie ist unkompliziert und, aus meiner Sicht, auch sehr einfach in der Bedienung.

Sie bietet alle gängigen Funktionen aus dem Nähbereich und erleichtert durch diverse Programmier- und Speichermöglichkeiten zusätzlich die Arbeit.

Das Angebot an Zierstichen ist eine optimale Ergänzung zu den soliden Näheigenschaften.

Es ist eine kraftvolle Maschine, die durch den Vollaluminiumkörper einen hochwertigen und robusten Eindruck vermittelt.

Das Zubehör läßt kaum Wünsche offen, der Anschiebetisch ist wirklich optimal, und für den Nähkomfort gibt es u. a. einen automatischen Fadenabschneider und einen individuell einstellbaren Kniehebel

Mir persönlich hat eigentlich nur der Freiarm gefehlt. Aber den findet man meines Wissens generell nicht bei den Schnellnähern.

Dafür bietet die Janome 6700P mit dem großen Durchlaß rechts der Nadel optimale Bedingungen zum Quilten

Bei dieser Maschine kann ich daher ganz klar eine Kaufempfehlung aussprechen. Mir hat das Arbeiten an der Janome 6700P während des dreimonatigen Testzeitraums enorm viel Spaß gemacht.

Beim Nähpark möchte ich mich daher bedanken, daß ich nochmals die Chance hatte, eine wirklich tolle Maschine testen zu dürfen.

Test-Offensive 2018 – JANOME Memory Craft 6700P - 1. Bericht



+++ WERBEHINWEIS +++

Für den nachfolgenden Bericht wurde mir die Maschine vom Nähpark kostenlos für einen dreimonatigen Testzeitraum zur Verfügung gestellt. Der Bericht enthält somit Werbung für den Nähpark und für die Maschine bzw. den Hersteller. Der Inhalt des Berichts basiert aber ausschließlich auf meinen eigenen Erfahrungen während dieses Produkttests und gibt nur meine ganz persönliche Einschätzung und Meinung wieder.


1. Bericht - Allgemeiner Eindruck und erstes Nähen

Durch den Nähpark hatte ich im vergangenen Jahr bereits die Möglichkeit, einen absoluten High End „Nähcomputer“ testen zu dürfen. Daher habe ich mich wirklich sehr darüber gefreut, daß ich nochmals die Gelegenheit bekommen habe, eine weitere Maschine ausgiebig probieren und testen zu können.

Dieses Mal geht es um die JANOME Memory Craft 6700P. Das P steht für PROFESSIONAL, und es handelt sich um einen Schnellnäher, bei diesem Modell aber in Kombination mit einer breiten Palette von Zierstichen.

Bei der Janome 6700P hat mich in erster Linie das Quilten interessiert, aber ich werde natürlich versuchen, auf möglichst viele Facetten einzugehen.

Auspacken der Maschine

Die Janome 6700 wird stabil und sicher verpackt geliefert.

Lieferung in einem stabilen Karton

Sichere Umverpackung für die Maschine

Das Gewicht wird vom Hersteller mit 11 kg angegeben. Das ist kein Leichtgewicht, aber natürlich notwendig, damit die Maschine bei möglichen 1200 Stichen in der Minute nicht plötzlich abhebt.

Die Janome 6700P bekommt man mit wirklich umfangreichem Zubehör. Neben dem üblichen Standardsortiment gibt es insbesondere:
  • Insgesamt 17 verschiedene Nähfüße inkl.
  • einem sogenannten Doppeltransportfuß (Obertransport)
  • einem umbaufähigen Freihand-Quiltfuß mit drei auswechselbaren Füßen
  • einem Profi-Nähfuß
  • drei verschiedene Stichplatten
  • einen großen Anschiebetisch mit den Maßen von 60 x 40 cm
  • einen im Winkel verstellbaren Kniehebel
  • eine sehr praktische Zubehörbox

Ich gehöre eher zu den Menschen, die das gesamte Zubehör in einer großen Schachtel aufbewahren, wenn es nicht gerade rund um die Maschine verteilt ist. Doch diese Zubehörbox könnte die „Schachtel“ wirklich gut ersetzen.

herausnehmbare Zwischeneinlage z. B. für Nähfüße

darunter nochmals viel Platz für Zubehör

Box geschlossen
  
Die Box hat die Maße von ca. 20 x 16 x 8,5 cm und bietet mit verschiedenen Fächern sowie herausnehmbaren Teilen eine gut durchdachte Lösung für Ordnung an der Maschine.

Erster Eindruck der Maschine

Die Janome 6700P ist schon eine größere Maschine. Sie hat etwa die Maße von 50 x 18 x 30 cm. Diese Maße beruhen natürlich im Wesentlichen auf dem größeren Durchlaß. Der Platz rechts von der Nadel beträgt etwa 25 x 12 cm. Zum Vergleich, bei meiner Maschine, die ich derzeit noch immer zum Quilten nutze, sind es ca. 19 x 11 cm.

Der erste optische Eindruck war sofort gut. Es ist eine sehr stabile Maschine mit einem robusten Gehäuse, laut Hersteller ist es aus Vollaluminium. Auch die Kunststoffteile wirken qualitativ hochwertig.

Sofort sympathisch waren mir der mechanische Regler für die Fadenspannung und der Drehknopf für den Nähfußdruck. Gerade beim Quilten finde ich es wichtig, daß man auf einfachem Weg ggf. selbst Einfluß auf das Stichergebnis nehmen kann.

Schaltet man die Maschine an, ist sie direkt nähbereit – kein langes Rattern, kein Hochfahren. Es kann sofort losgehen.

Der gesamte Nähbereich ist mit insgesamt drei LED-Lampen sehr gut ausgeleuchtet.

Geräumiger und gut ausgeleuchteter Nähbereich

Die Bedien- und Funktionsknöpfe sind übersichtlich und logisch plaziert.

Übersichtliche Platzierung der Funktionstasten und - knöpfe

Auf dem Display findet man die aktuellen Informationen übersichtlich angezeigt.

ein übersichtliches Display


Bedienungsanleitung

Der Maschine liegt eine ausführliche 105-seitige gedruckte Bedienungsanleitung bei. Das ist sehr positiv, allerdings fehlt in der Anleitung ein Stichwortverzeichnis. Das macht teilweise das Suchen etwas umständlich, aber man gewöhnt sich daran

Außerdem bekommt man mit der Janome 6700P eine Instruktions-DVD. Sie ist zwar auf englisch, aber mit deutschen Untertiteln versehen. Dadurch ist sie gut verständlich und sehr hilfreich.

Menu der Instruktions-DVD

Ich habe sie mir als Erstes angeschaut und kann sagen, daß die gezeigten Informationen wirklich ausreichen, um die Bedienung der Maschine zu verstehen.

Spulen und Einfädeln

Die Janome 6700P hat zwei Garnrollenhalter und eine einklappbare Nadelführung. Man kann somit auch spulen, ohne den Nähfaden aus der Maschine nehmen zu müssen.  

zweifacher Garnrollenhalter mit einklappbarer Nadelführung

Spulen und Einfädeln gehen einfach und schnell. Es wird auch auf der DVD genau gezeigt und erklärt.

Der halbautomatische Nadeleinfädler ist etwas gewöhnungsbedürftig. Doch nach einigen Versuchen hat das auch geklappt.


Erstes Nähen

Die Janome 6700P ist eine wirklich unkomplizierte Maschine. Ich habe sie ausgepackt, mir die DVD angeschaut, eingefädelt und los genäht.

Das kann man im Prinzip natürlich mit allen Maschinen. Doch oft sind die ersten Ergebnisse so, daß man schon den Kauf in Frage stellt, oder man braucht eine ganze Weile, bis man verstanden hat, wie das gute Stück „tickt“.

Nach einigen kurzen normalen Nähproben habe ich als erstes das Quilten mit dem AcuFeed-Flex  Obertransportfuß ausprobiert.

Dieser Fuß wird hinten in die Maschine „eingehakt“.
  
AcuFeed-Flex Obertransportfuß hinten "eingehakt"

Es ist ein spezielles System, das es meines Wissens nur bei Janome (und vermutlich natürlich Elna) gibt. Der Antrieb ist fest mit der Maschine verbunden und soll einem industriellen Zangentransport entsprechen.

Mir fehlt nun die Sachkenntnis, um die technischen Details wirklich beurteilen zu können. Fakt ist aber, daß die Janome mit diesem Fuß vom ersten Moment an wirklich toll gequiltet hat.

Quilten mit dem AcuFeed-Flex Obertransportfuß

Quilten mit dem AcuFeed-Flex Obertransportfuß

Entstanden sind dann mit den ersten Nähversuchen eine Badetasche für den nächsten Urlaub

Badetasche genäht und gequiltet mit der Janome 6700P

Badetasche genäht und gequiltet mit der Janome 6700P


 und zwei „quilt-as-you-go“ Sandwiches, bei denen ich zum Ausprobieren einfach Reste aufgenäht und gequiltet habe.

Quilt-as-you-go Sandwich mit "straight line quilting"

Quilt-as-you-go Sandwich mit "straight line quilting" und Rulerwork

Wahrscheinlich werden sie wieder zerschnitten und zu Topflappen verarbeitet. Mehr darüber wird es dann im 2. Teil meines Testberichts geben.

Abschließend kann ich mich für den Anfang nur dem Kommentar einer Mittesterin anschließen:

„….. so eine liebe Maschine“

Es macht wirklich richtig Spaß, diese Maschine auszuprobieren und zu testen. Daher freue ich mich, daß noch genügend Zeit bleibt, in die „Tiefen“ der Janome 6700P einzusteigen.

Was ich dabei noch entdecken werde, gibt es dann in meinem Abschlußbericht zu lesen.